Episode #009.5 (Overtime) – Aufnahme Workflow

Via Twitter hatte uns Micha gefragt, wie wir eigentlich unseren Podcast aufnehmen. Und da das in 140 Zeichen nur schwer zu beantworten ist, hat sich Stefan kurzerhand wieder das Headset geschnappt und seit langem mal wieder eine kleine Overtime Episode zu genau dem Thema aufgenommen.

Vielen Dank an Micha für die Anregung und auch Dein nettes Lob! Sowas treibt uns dann an und motiviert zum Weitermachen. Man glaubt ja nicht, wenn man da so zuhause in Mikrofone quatscht, dass sich das tatsächlich irgendwer anhören mag! 😉

Shownotes

Autor: Stefan

Stefan hat Mathematik & Informatik studiert und arbeitet bei einem großen Bonner Telekommunikationsunternehmen derzeit im Bereich der Internen Kommunikation.
Privat macht er viel Musik an diversen Instrumenten, fotografiert gern und schreibt ab und zu Apps für iOS oder OS X. Außerdem hat er einen Gadget Tick und liebt Social Media. Hin und wieder brütet er über elektronischen Basteleien und freut sich, sein digitales Oszilloskop verstehen zu lernen.
Er ist Co-Founder des OK Lab Bonn und gründet gerade den MakerSpace Bonn.

8 Gedanken zu „Episode #009.5 (Overtime) – Aufnahme Workflow“

  1. So produktiv seid ihr dann aber nicht am ios Gerät wenn weder die Aufnahme noch der Schnitt dort erfolgt, sondern weiterhin der Mac benötigt wird 😉

    1. Hehe, das stimmt!
      Wir haben es aber auch schon mit iOS probiert – da ist natürlich die App Ferrite zu empfehlen –, aber der Podcasting Prozess ist doch immer noch etwas zu komplex. Zwar ist das alles machbar rein iOS-mäßig, aber dann doch in DEM Fall zu umständlich. Und man muss sich ja nicht freiwillig selbst quälen.
      Wir sind aber offen für Tipps! Vielleicht haben wir bisher einfach nur nicht das perfekte Tooling gefunden, um all das mit iOS zu machen?! Gibt es eine App, mit der man echte Multispur-Aufnahmen machen kann? Das angesprochene Zoom H6 läuft ja am iPad, aber iOS liefert an Audio Apps m.W. bisher immer nur maximal Stereo und da wird‘s schon schwierig. Mag bei zwei Leuten noch gehen, aber wenn wir mal zu dritt sind, müssten wir schon wieder auf den Mac-Prozess „ausweichen“.

      1. Ferrite kenne ich und find ich auch schon einen sehr guten Ansatz. Eine Lösung für euer Setup habe ich allerdings auch nicht, ich habe den Podcast erst seit der Folge mit Nancy zufällig entdeckt und finde ihr macht das schon gut und ich hoffe immer noch neues mitzunehmen an Ideen.

        Ich stolpere nur selber immer wieder darüber, dass man zwar vieles am iPad Pro machen kann, aber ich dennoch ein paar mal am Tag zum Mac greifen muss, wenn es nicht nur Notizen schreiben oder Textverarbeitung / Mail ist. Vieles geht irgendwie, aber teilweise mit größeren Verrenkungen und am Ende will ich ja bei Produktivität auch zumindest nicht langsamer sein, als bisher. Bis jetzt ist mein Fazit, dass es für „normale“ Büroleute sehr gut geht, aber alles was etwas spezieller nicht mehr für die Masse der Leute relevant ist, wird schon schwierig. (Und nicht jeder ist Viticci und baut sich 20 Workflows um ein ähnliches Setup zu haben was am Mac einfach da ist).

        Beispiel: Programmieren, sie haben eine tolle Swift Lern App, aber um dann was produktiv zu machen bin ich mit dem iPad auf dem Gebiet aufgeschmissen um eine App zu entwickeln oder etwas was in Richtung Apple Script geht wenigstens.

        In der Uni und auch privat nutze ich LaTeX (klar schon eine sehr kleine Gruppe an Nutzern), aber da gibt es auch sehr wenig für iOS. Wirkliche „pro“ Apps gibt es halt kaum, weil es auch für die Entwickler oft nicht gelohnt hat.

        Dennoch habe ich ein 10,5 gekauft und höre spannend eure Tipps 😃👍

        1. Ah, Programmieren! Hier mal ein Screenshot meines „Developer“ Ordners auf meinem iPad Pro 12.9“:
          Stefans Developer Ordner
          Falls Du Pythonista von Ole Moritz (dem Autor des genialen Editorial) noch nicht kennst: ich finde, das ist ein Muss für einen Entwickler. Auch wenn es Python und nicht Swift oder Objective-C ist. Klar kann man damit keine Standalone-Apps machen, die man dann in den Store stellen kann. Aber es ist schon erstaunlich, was Ole da hinbekommen hat und man kann damit wunderbar vom kleinen Hack bis zur GUI-basierten App (die dann innerhalb von Pythonista läuft) kreativ werden. Ich hab dazu mal was gebloggt: Ulam Zahlenspiralen.
          Und ist die App „Dringend“ bekannt? Unbedingt mal anschauen! Am iPad für Mac & iOS programmieren – aber es braucht noch ein Xcode auf einem Mac im Netz dazu. Immerhin ein Fortschritt. Wer weiß, wozu das alles noch führt, wohin auch Apples Swift Playgrounds App mal führt! Abwarten!
          Und Coda von Panic ist genial für HTML, CSS, JavaScript. Und Textastic ist ein super Editor! Und GitHub Apps gibt‘s auch mehrere.

          LaTeX – wusstest Du, dass man seit dem letzten Apple Pages Release tatsächlich mathematische Formeln in LaTeX/TeX Syntax eingeben kann? Und wusstest Du, dass man mit MultiMarkdown-fähigen Editoren auch am iPad mittlerweile MathJax einbinden und so schöne Dokumente mit schönen Formeln produzieren kann? 😉 Und wenn das immer noch nicht so recht passt (was ich immer verstehen kann, man ist da beim eigenen Lieblingsworkflow halt picky), dann wird da sicher nochwas kommen. Apps werden immer besser, können immer mehr. 👍

          Diesen Kommentar inkl. aller Links recherchieren, Screenshot machen, in WordPress hochladen, hier einbauen etc. hab ich alles auf dem iPad Pro mit dem Apple Keyboard gemacht. Ist das was, was „normale Büroleute“ machen? 😉

        2. Hallo Patrick,

          vielen Dank für Deine Anregungen und für Deine offene Meinung. So eine Kritik ist immer gut und hilft auch uns auf Eure Wünsche einzugehen.

          Stefan hat ja schon ne Menge Beispiele gebracht wie man unter iOS auch programmieren kann. Klar hast Du recht, die (noch vorhandenen) Unzulänglichkeiten von iOS betreffend. Wie aber schon in den Podcasts gesagt, ist iOS 11 meiner Meinung nach auf jeden Fall ein großer Schritt nach vorne. Persönlich nutze ich meinen iPad hauptsächlich für’s Schreiben, Office Tätigkeiten und Präsentationen. Bin nicht der LaTeX Benutzer sondern eher ein Verfechter/Nutzer von Multimarkdown. Dafür gibt es tolle Editoren, mit richtig guten Exportmöglichkeiten – auch für das unvermeidliche Word.

          Auch wir sind nicht Viticci und lieben auch unsere Macs. iOS wird aber von uns beiden immer regelmäßiger genutzt und der Mac bleibt meistens zu Hause wenn wir unterwegs sind.

          Mal schauen ob wir in einer der nächsten Folgen auf Apps/Workflows die wir täglich nutzen eingehen können. Versprechen sollte man ja lieber nix aber wir versuchen es.

        3. Eins meiner Hobbies ist auch das Musikmachen am Computer. Und obwohl es schon echt viele saugute iOS Apps in diesem Sektor gibt, ist auch klar: sowas wie Logic, Cubase, Live, Maschine etc. wie man sie vom Mac her kennt, ist noch viel zu komplex. Nicht unbedingt von der CPU Leistung her, da ist ein A10X aus dem iPad Pro 10.5“ schon echt leistungsfähig. Aber noch kann man halt seine ganze Audio-Hardware schlecht an ein iPad anschließen und einen Haufen Inputs und Outputs verwalten. Dafür ist iOS und die aktuelle Hardware auf der es läuft einfach (noch?) nicht ausgelegt.
          Ich hab Informatik mit Schwerpunkt Computergrafik studiert – sowas wie Cinema 4D, Maya, Renderman, 3DSmax, Motion, Final Cut und weitere Hollywood-Spezial-Software ist heute noch undenkbar auf einem iPad. Aber denken wir mal zurück: sowas wie Bryce vom guten Kai Krause (MetaTools, MetaCreations) könnte heute locker gehen unter iOS – es müsste nur einer schreiben. Schau Dir mal Frax HD an! Das hat einer von Kais Ex-Angestellten (Ben Weiss) fürs iPad in MASCHINENSPRACHE programmiert! DAS ist Speed!! 😉

  2. Danke euch beiden für die ausführlichen Antworten! Hab tatsächlich zwei App Tipps mitgenommen, die ich mir mal genauer ansehen werde: Dringend und Textastic klingt wirklich spannend. Dringend geht auf jeden Fall in die richtige Richtung, was ich gerne möchte, auch wenn natürlich der Mac im Netzwerk noch ein Hemmnis ist um unterwegs damit was anzufangen, aber ich schaue es mir auf jeden Fall mal genauer an und teste es. Eigentlich wünsche ich mir nur von Apple da was natives, denn Pythonista ist interessant, aber ich würde gerne die Programmiersprache nutzen, die Apple ja selbst verwendet und pusht (die Aussage ist mit der Playground App ja, lernt Swift, aber wenn ihr dann was machen wollt nützt euch unser bester “Computer, der eigentlich keiner ist” dann nichts, da braucht ihr doch den Mac). und die kann ich auf Ihren eigenen Geräten nicht nutzen, obwohl hardwaretechnisch glaube ich nichts dagegen spricht.

    Es sollte übrigens keine Kritik an euch sein, finde das was ihr macht schon super, wollte nur anmerken, dass ich zwar auch sehe, dass man bereits vieles unter iOS machen kann (und am liebsten würde ich auch alles dort machen), aber es immer noch einige Anwendungsfälle gibt, die den Mac dann doch vielseitiger machen, wenn es über Schreiben, Office Präsentationen herausgeht (das sehe ih genauso, dafür ist das iPad schon sehr gut und kann vieles ablösen, was vermutlich halt auch für Apple erstmal die größte Nutzerbasis abdeckt).

    Und das LaTeX Thema ist bei mir nicht nur mathematische Formeln, daher reicht das leider nicht, denn alle meine wissenschaftlichen Arbeiten waren komplett in LaTeX geschrieben, nicht nur die Formeln. Aber ich weiß, dass ist schon ein Edge Case, aber mal sehen was noch so kommt.

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